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Gridonic Accessibility

Digitale Barrierefreiheit ist ein zentraler Bestandteil moderner Webprojekte. Schon mit wenigen grundlegenden Massnahmen lässt sich die Nutzbarkeit einer Website für viele Menschen deutlich verbessern. Die folgenden Punkte beschreiben die Accessibility-Standards, die wir bei Gridonic in jedem Projekt berücksichtigen. Sie bilden unseren Standardumfang.

Tastaturbedienbarkeit

Die gesamte Website – insbesondere die Navigationen – muss vollständig mit der Tastatur bedienbar sein.

Wichtige Punkte:

Headline-Struktur

Überschriften müssen eine logische, hierarchische Struktur haben.

Grundregeln:

  • h1 = Seitentitel (immer nur in einem Header Modul)

  • danach h2, h3, h4 … ohne Levels zu überspringen

  • die Struktur muss semantisch korrekt aufgebaut sein

Screenreader-Nutzer können so direkt von Headline zu Headline navigieren.

Da viele Inhalte aus einem CMS stammen, ist es wichtig, auch Content-Editoren dafür zu sensibilisieren.

Unsere Module verwenden standardmässig h2 als Abschnittstitel.

Skip-Links

Skip-Links ermöglichen es Nutzer:innen, direkt zu wichtigen Bereichen einer Seite zu springen, zum Beispiel:

  • Navigation

  • Hauptinhalt

  • Footer

Diese Links befinden sich am Anfang der Seite und werden sichtbar, sobald sie Fokus erhalten.

Beispiel einer Umsetzung von Gridonic: https://www.vpbank.com/

Formulare

Formulare sollten möglichst native HTML-Elemente verwenden:

  • <select>

  • <checkbox>

  • <radio>

Diese Elemente bringen Accessibility bereits von Haus aus mit.

Custom UI-Komponenten (z. B. selbst gebaute Select-Dropdowns) sollten nur verwendet werden, wenn es wirklich nötig ist. In diesem Fall muss sichergestellt werden, dass:

  • die Elemente Tastatur-bedienbar bleiben

  • der Fokus sichtbar ist

  • Screenreader korrekt unterstützt werden

Links

Die Verlinkung sollte immer das Ziel vom Link beschreiben, z.B. “Zum Warenkorb” anstatt “Klicke hier”. Externe Links ebenfalls als solche kennzeichnen, mit einem Icon oder Ergänzung im title Attribut für Screenreaders.

Siehe: https://www.digitala11y.com/external-links-in-or-out/#how-to-let-someone-know-when-a-link-opens-a-new-window

Dekorative Elemente für Screenreader ausblenden

Dekorative Inhalte, die keine Bedeutung für Screenreader haben, sollten entsprechend verborgen werden.

Typische Beispiele: dekorative Icons, Hintergrundgrafiken, Illustrationen ohne Informationswert

Dies kann z. B. mit aria-hidden="true" umgesetzt werden.

Siehe: https://www.scottohara.me/blog/2018/05/05/hidden-vs-none.html

Accessibility im Design (Figma)

Accessibility beginnt bereits im Designprozess.

In unseren Projekt-Styleguides definieren wir unter anderem:

  • Fokus-States

  • semantische Headline-Strukturen

  • barrierefreie Komponenten

  • Farbkontraste

Kontraste werden mit APCA (Advanced Perceptual Contrast Algorithm) geprüft.

Weitergehende Anforderungnen

Weitergehende Accessibility-Anforderungen (z. B. vollständige WCAG-Konformität auf höheren Levels) müssen projektspezifisch geplant und budgetiert werden.

Eine sehr grosse und präzise Checkliste für die verschiedenen Levels der WCAG kann hier gefunden werden: https://a11y.digitaldialog.swiss/checklist