Dimitri dimples
Dimitri Wittwer

Die Gridonic Agents – für starke Effizienzgewinne

Content pflegen, Übersetzungen prüfen, Ladezeiten überwachen, Sicherheitslücken schliessen — vieles davon passiert bei Websites im Hintergrund und kostet trotzdem laufend Zeit. Acht AI Agents übernehmen bei uns genau diese Arbeit, direkt im CMS. Hier ein Überblick, wie das funktioniert und wer im Team mitarbeitet.

Warum wir die Gridonic Engine gebaut haben

Eine Website ist nach dem Go-live nicht fertig. Sie wird gepflegt, erweitert, übersetzt, gemessen und abgesichert — Monat für Monat. Genau in diesem Betrieb entstehen die kleinen Reibungsverluste, die niemand einplant: Eine neue Seite geht live, aber die französische Übersetzung fehlt. Ein Bild wird ohne Alt-Text hochgeladen. Ein Third-Party-Skript drückt den Largest Contentful Paint nach oben, und niemand merkt es, bis jemand nachfragt.

Die Gridonic Engine ist unsere Antwort darauf: eine Schicht zwischen dem CMS eines Projekts und den Menschen, die damit arbeiten. Sie verbindet AI Agents direkt mit dem jeweiligen DatoCMS-Projekt — nicht als generischer Chatbot, sondern mit echtem Zugriff auf das CMS Schema, Content-Modelle, Records, Assets und Publishing-Workflows.

Möglich wurde das, weil DatoCMS beim Thema AI früh vorwärts gemacht hat und als eines der ersten CMS einen eigenen MCP-Server bereitgestellt hat. Model Context Protocol ist der Standard, über den AI-Systeme strukturiert mit externen Werkzeugen sprechen: kein Screen Scraping, keine brüchigen Integrationen, sondern definierte Operationen auf dem echten Datenmodell. Wir sind DatoCMS-Partner der ersten Stunde und pflegen enge Beziehungen zum Team in Italien — auf dieser Basis entwickeln wir seither eine ganze Reihe von AI-Integrationen.

Wie sich das im Alltag anfühlt

Das beste Beispiel ist unsere Agentin Puja Publishing . Mit ihr bedienen Kundinnen und Kunden das CMS direkt aus ihrem gewohnten AI-Interface — zum Beispiel aus ChatGPT heraus.

Ein realistischer Ablauf aus einem Klinikprojekt:

«Bitte lege einen neuen Arzt an gemäss beiliegendem PDF und dem Portraitfoto.»

Puja liest das PDF, legt den Arzt im CMS an, verarbeitet das Foto — und fragt dann zurück, statt zu raten: Wo soll der Eintrag verknüpft werden? Im Fachbereich «Innere Medizin», direkt neben Dr. med. Peter Fankhauser? Und gleich danach: «Soll ich Lana Language beauftragen, die Übersetzungen zu übernehmen?»

Zwei Dinge sind daran entscheidend. Erstens: Der Agent arbeitet im echten Datenmodell, kennt also alle Bereiche der Webseite, Relationen, Module, Features und Pflichtfelder. Zweitens: Er eskaliert bei Unklarheit an den Menschen, statt eine Annahme zu publizieren. Alles Neue landet als Draft — die Freigabe bleibt bei der Redaktion.

Und drittens, fast noch wichtiger: Agents beauftragen einander. Publishing ruft Language, Language meldet an Search, Search kennt die Performance-Baseline. Das ist der eigentliche Sprung — vom einzelnen Assistenten zum abgestimmten Team.

Die acht Agents

Optional bieten wir über die Gridonic Engine verschiedene AI Agents an, die direkt mit dem jeweiligen DatoCMS-Projekt verbunden sind. Jeder hat einen klaren Zuständigkeitsbereich.

Puja Publishing — Content ins CMS

Überführt die finalen Inhalte aus der Content Creation strukturiert ins CMS: Texte, Übersetzungen, bearbeitete Bilder, SEO-Konfiguration und Alt-Texte. Aus einem Content-Konzept wird ein befülltes CMS, statt tagelanger Copy-Paste-Arbeit. Sie hilft auch während dem Projekt und zwar beim Erstellen des Page Trees, der ganzen Seiten sowie der Inhalte mit Modulen. Sie published auf Anweisung und kann sogar über Nacht Migrationen über mehrere hundert Seiten vornehmen.

Lana Language — Übersetzungsqualität

Prüft Frontend und Backend laufend auf Übersetzungsqualität: erkennt fehlende Seiten oder Module sowie falsch oder unstimmig übersetzte Paragraphen und meldet diese monatlich. Besonders relevant bei drei- oder viersprachigen Schweizer Websites, wo Lücken oft erst auffallen, wenn eine Kundin sie meldet.

Beny Search — SEO

Auditiert die Website monatlich hinsichtlich SEO: deckt fehlende Meta-Descriptions und Alt-Texte auf und zeigt Optimierungsbedarf für ein besseres Ranking. Kein einmaliger Audit, der in einem Ordner verstaubt, sondern ein wiederkehrender Check gegen den Live-Stand.

Angie Analytics

Überwacht Traffic, Conversions und Zielerreichung, erkennt auffällige Entwicklungen und liefert monatlich verständlich aufbereitete Insights samt Handlungsempfehlungen. Der Unterschied zum Dashboard: Angie erklärt, was der Ausschlag bedeutet und was jetzt zu tun ist.

Peter Performance

Überwacht die wichtigsten Performance-Kennzahlen wie Page Speed und Core Web Vitals und meldet, wenn sich Ladezeiten verschlechtern oder Optimierungspotenzial besteht. Performance-Regression ist selten ein Ereignis, sondern ein schleichender Prozess — genau deshalb braucht es kontinuierliche Messung.

Susan Support

Ansprechpartnerin für Supportanfragen: Statt ein Ticket zu beschreiben und zu eröffnen, schreibt man Susan einfach eine kurze Nachricht — sie klärt die Anfrage oder löst sie direkt ob mit ihren Agents oder unserem Team. Die tiefste sinnvolle Hürde für Support ist ein Satz in natürlicher Sprache.

Sebi Security

Überwacht laufend die Sicherheit der Website: prüft auf Schwachstellen, hält Systeme und Abhängigkeiten aktuell, kümmert sich um Backups und meldet Risiken, bevor sie zum Problem werden.

Ina Image

Kümmert sich um die Bildwelt der Website und stellt bei Bedarf neues Bildmaterial her, auf Basis der festgelegten Styles und Guidelines. Damit bleibt die visuelle Sprache konsistent, auch wenn schnell ein Bild fehlt.

Was das in der Praxis verändert

Drei Muster zeigen sich immer wieder:

Aus punktuell wird kontinuierlich. Übersetzungs-, SEO- und Performance-Checks passierten früher, wenn jemand Zeit hatte oder etwas kaputt war. Jetzt passieren sie monatlich, automatisch, gegen den Live-Stand.

Aus Ticket wird Konversation. Wer eine Änderung braucht, beschreibt sie in einem Satz — statt ein Formular auszufüllen, das jemand anders wieder in Arbeit übersetzen muss.

Der Mensch bleibt in der Entscheidung. Die Agents arbeiten zu, sie publizieren nicht eigenmächtig. Entwürfe, Rückfragen, Meldungen — die Freigabe bleibt beim Team.

Für wen sich das lohnt

Die Gridonic Engine spielt ihre Stärken dort aus, wo eine Website mehrsprachig ist, regelmässig neue Inhalte bekommt und im Betrieb tatsächlich Aufwand verursacht. Bei einer statischen Fünf-Seiten-Site braucht es das nicht. Bei einem Klinik-, Verbands- oder Markenauftritt mit hunderten Records und drei Sprachen macht es einen messbaren Unterschied.

Die Agents sind modular buchbar — man startet mit zwei oder drei und erweitert, wenn der Nutzen sichtbar wird.

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