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Dimitri Wittwer

Gridonic Conversational Analytics

Wer schon einmal versucht hat, in GA4 eine simple Frage zu beantworten — «Welche Seiten haben letzte Woche am meisten Anfragen gebracht?» — kennt das Spiel: Explorationen anlegen, Dimensionen ziehen, Filter setzen, Segmente bauen. Fünf Minuten später hat man eine Antwort, bei der man nicht ganz sicher ist, ob sie stimmt. Und beim nächsten Mal fängt man wieder von vorne an.

Analytics als Konversation

Analytics scheitert selten an fehlenden Daten. Es scheitert daran, dass niemand Zeit und Lust hat, sie aus dem Tool herauszuholen. Wenn die Hürde von "komplizierte Exploration konfigurieren" auf "Frage tippen" sinkt, dann werden Daten plötzlich im Alltag benutzt — im Meeting, kurz vor dem Kundencall, beim Schreiben des Monatsreports.

Genau das ist unser Anspruch: nicht mehr Dashboards, sondern weniger Reibung zwischen Frage und Antwort.

Die Daten liegen schon da — man muss nur direkt hin

GA4 exportiert auf Wunsch alle Daten und jedes einzelne Event roh in eine BigQuery Warehouse. Kein Sampling, keine vorgefertigten Reports, keine Aggregation, die jemand anderes für uns entschieden hat. Einfach die Daten, so wie sie angefallen sind.

Genau dort setzt unser Dashboard an. Statt über die GA4-Oberfläche zu gehen, greifen wir direkt auf das BigQuery-Warehouse zu. Das Dashboard zeigt die Kennzahlen, die für den Kunden wirklich zählen — Trends, Kanäle, Länder, Top-Seiten, Events, Geräte — live für den gewählten Zeitraum. Ein Report, eine URL, keine 40 Menüpunkte, keinen Konfigurationsaufwand und erst noch direkt an das gewünschte LLM angebunden.

Diese Vereinfachung ist der halbe Wert: Der Kunde muss GA4 nie öffnen. Er sieht seine Zahlen so aufbereitet, wie sie für sein Geschäft Sinn ergeben — nicht so, wie Google sie standardmässig gruppiert.

Die andere Hälfte: "Ask the data"

Der spannendere Teil ist der Chat. Unten im Dashboard sitzt ein Eingabefeld, in das man einfach eine Frage tippt:

"Wie hat sich der organische Traffic aus der Schweiz im Vergleich zum Vormonat entwickelt?"

Im Hintergrund passiert dann das, was sonst ein Analyst machen würde: Ein Sprachmodell kennt das Schema der GA4-Tabellen, schreibt eine SQL-Abfrage, führt sie gegen BigQuery aus und antwortet mit Text, Tabelle oder Chart — direkt in Chat Interface. Der Nutzer kann nun eine normale Konversation auf Basis seiner Tracking Daten führen.

Wir sprechen also buchstäblich mit Google Analytics 4, statt uns durchzuklicken. So reduzieren wir Konfigurations- und Verwaltungsaufwand und erhöhen die Qualität des Reports signifikant. Die API Calls zu GA4 sind standardmässig zu langsam für umfangreiche Auswertungen über längere Zeiträume. Mit Gridonic Analytics fallen auch diese Einschränkungen weg.

Und die Sicherheit?

Der naheliegende Einwand: Ein LLM, das SQL gegen Kundendaten schreibt — kann das nicht schiefgehen? Deshalb ist der Zugriff bewusst eng gefasst:

  • Der Service-Account ist strikt read-only — er kann Daten lesen, sonst nichts.

  • Jede Abfrage wird validiert: nur SELECT , mit hartem Limit auf Zeilen und verrechnetes Datenvolumen.

  • Das Modell sieht das Tabellenschema, nicht mehr.

Das Schlimmste, was passieren kann, ist eine langweilige Antwort.